6 Monate swizzontour

Unglaublich, dass wir bereits seit sechs Monaten unterwegs sind. Die Zeit fliegt, und wir durften schon viele schöne Orte erkunden.

Zuerst einmal möchten wir uns bei euch allen bedanken! Wir sind erstaunt, wie viele Leute jeden einzelnen Bericht hier lesen und unsere Reise mitverfolgen. Wir erhalten tolle Rückmeldungen und freuen uns sehr darüber. So macht es umso mehr Spass, diesen Blog zu schreiben. Zusätzlich ist es eine tolle Hilfe, nochmals alles Erlebte durch den Kopf gehen zu lassen und einzuordnen. Wir haben in diesen sechs Monaten unterschiedliche Orte besucht, viele verschiedene Erlebnisse gehabt, tolle Erinnerungen geschaffen und jeden Moment davon genossen. Es sind aber auch immer viele neue Eindrücke, die wir verarbeiten müssen, und neue Kulturen, auf die wir uns einlassen – das kann teilweise auch etwas ermüdend sein.

Genau aus diesem Grund haben wir bereits bei der groben Planung der Reise eine Pause auf Bali eingeplant und bereuen diese Entscheidung nicht. Wir bleiben für drei Monate an einem Ort, in einer Unterkunft, und führen wieder einen etwas geregelten Alltag. Wir kommen hier richtig zur Ruhe, haben keinen innerlichen Druck, etwas unternehmen zu müssen, und fühlen uns vor Ort sehr wohl. Wir können die Zeit nutzen, um langweilige Sachen zu erledigen wie unsere Steuererklärung, oder unsere unzähligen Bilder und Videos aussortieren.

Glückspilze

Rückblickend auf den ersten Teil unserer Reise sind wir sehr dankbar für das grosse Glück, das wir bisher hatten. Glück, überhaupt solch eine Reise machen zu können, aber auch Glück bei unseren Erfahrungen. Wir hatten bisher kein einziges wirklich schlechtes Erlebnis, wir waren bisher nie richtig krank (einmal eine Erkältung und einen Tag etwas Magen-Darm-Beschwerden, was ja wirklich nichts ist), und es hat mehrheitlich alles reibungslos geklappt. Nach sechs Monaten Reisen so etwas sagen zu können, ist nicht selbstverständlich – das sind wir uns bewusst.

In Sorong gab es einmalig eine unangenehme Situation in unserem Hotel. Wir hatten ein sehr indonesisches Hotel gebucht; bereits beim Einchecken hatten wir Schwierigkeiten. Das erste Zimmer konnten wir nicht öffnen, da das Schloss kaputt war. So bekamen wir ein Zimmer, das ziemlich abgelegen war. In der Nacht haben dann ständig Einheimische an unsere Türe geklopft und vor unserem Zimmer geraucht – das ganze Zimmer hat nach Rauch gestunken. Obwohl wir mehrmals am Empfang Bescheid gegeben haben und sie mit einem Duftspray ankamen, sind die Einheimischen immer wieder gekommen – eine eher schlaflose Nacht für uns.

Heimweh oder doch immer noch Fernweh?

Ein halbes Jahr sind wir bereits weg von zu Hause, für Philippe das erste Mal für solch eine lange Zeit. Heimweh direkt hatten wir bisher zum Glück noch nie. Natürlich gibt es aber immer wieder Momente, die wir gerne mehr mit unseren Familien oder Freunden teilen würden. Mit den ganzen Möglichkeiten von WhatsApp und Social Media fühlt sich der Abstand aber gar nicht mehr so gross an. Und unser Fernweh ist doch immer noch sehr gross. Es gibt noch so viele schöne Ort, die wir entdecken wollen. Die Schweiz muss also noch etwas länger ohne uns auskommen.

Bekanntschaften unterwegs

Generell haben wir auf unserer Reise bisher an wenigen Orten wirklich viele Leute kennengelernt. Dies liegt unter anderem an uns, dass wir gar nie die Kontakte so richtig gesucht haben, aber auch an unserer Reiseroute bisher. Wir waren wenig in sehr typischen Backpacker-Destinationen unterwegs und haben bisher nur eine Tour mitgemacht, bei welcher wir Leute in unserem Alter kennengelernt haben. Jetzt hier auf Bali merken wir, dass die Zeit mit Freunden und der Austausch auch mit jemand anderem schon sehr fehlt. Aber zum Glück besuchen uns hier ja ein Teil unserer Familie; danach sind wir dann sicher auch wieder froh, etwas Ruhe und Zeit für uns zu haben 😉. Wir sind seit unserem Abflug in Basel permanent zu zweit und super aufeinander abgestimmt; Zeit für sich alleine gibt es hier aber sehr wenig. Wir können bei Unstimmigkeiten nicht einfach etwas auf Abstand gehen, sondern müssen es auf engstem Raum klären. Dies war zu Beginn doch etwas speziell für uns; wir kommen aber gut ohne grosse Streitigkeiten aus und halten uns gegenseitig immer noch bestens aus, worüber wir natürlich auch sehr froh sind 😛.

Die wenigen Leute, die wir bisher auf der Reise kennenlernen durften, sind uns aber auch in Erinnerung geblieben. So haben wir auf Mana Island in den Fidschis eine supertolle Gruppe in unserer Unterkunft gehabt und denken gerne an diese Zeit zurück. Auch auf unserer Balabac-Tour in den Philippinen hatten wir grosses Glück mit der Gruppe. Bei unserer Anreise nach Raja Ampat haben wir eine sehr hibbelige, offene und sehr zielstrebige Kroatin getroffen, welche als pensionierte Influencerin die Welt bereist. Sie hat allen Locals vor Ort genau gesagt, wie der Hase läuft, ist vor Ort herumgewirbelt und konnte keine Sekunde still sitzen bleiben. Das Zusammentreffen mit ihr hat Philippe sehr imponiert; er erzählt gerne davon, wenn wir über Raja Ampat sprechen.

Die besten Leute, die wir bisher getroffen haben, waren aber natürlich unsere Freunde in den Philippinen.

Wo viele Leute zusammenkommen, gibt es auch immer ein paar, die einem vielleicht eher negativ in Erinnerung bleiben. Unsere erste bewusst gewählte Hostelerfahrung in einem grossen Schlafsaal auf dieser Reise hat bereits mit einer unangenehmen Begegnung mit einer grossen Gruppe Inder gestartet. Was genau ihr Plan war, wissen wir nicht; sie sind aber frühmorgens im Zimmer angekommen, haben einen Lärm gemacht und das Licht angeschaltet, den Tag vor Ort geschlafen und abends waren sie wieder sehr aktiv unterwegs, bevor sie dann das Zimmer gewechselt haben.

Auch in Raja Ampat waren ein paar Leute dabei, die doch eine sehr hohe Meinung von sich selber als Taucher hatten und diese auch gerne allen mitteilen wollten. Raja Ampat wäre doch ein Ort, der nur für erfahrene Taucher ist; alle unter 50 Tauchgängen sollten diese zuerst einmal in Ägypten sammeln, bevor sie an einem anderen Ort willkommen sind. Es war etwas unangenehm, aber auch so etwas gehört dazu.

Lieblingsort auf der Reise

Viele fragen, was uns bisher am besten gefallen hat. Von Philippe kommt die Antwort immer recht schnell und eindeutig: die Cook Islands. Für ihn war dies das Paradies und der perfekte Einstieg in unsere Reise. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir nochmals solch einen abgelegenen und unberührten Ort bereisen werden, ist klein, da die Anreise schon unglaublich weit war. Hier nochmals eine kleine Erinnerung, falls ihr vergessen habt, wie paradiesisch die Cook Islands sind.

Ich tue mich bei dieser Frage immer etwas schwerer, da ich es sehr schwierig finde, die Orte miteinander zu vergleichen. Jeder Ort steht für etwas anderes und bisher hat es uns wirklich jedes Land sehr gut gefallen.

Das Aussergewöhnlichste wären für mich aber auch die Cook Islands, da es ein Ort ist, an dem noch nicht so viele Touristen sind und wir niemanden kennen, der die Inseln bisher selber besucht hat – was es schon sehr speziell macht.

Wir sind unglaublich dankbar für die tolle Zeit, die wir erleben dürfen – eine Zeit, die wir sicher nie vergessen werden. Mittlerweile haben wir auch unsere eigenen swizzontour- Produkte. Socken bestickt mit unserem Namen haben wir bereits von Freunden bei unserer Abreise geschenkt bekommen. Zum 6- monatigen Jubiläum sind nun unsere eigenen T-Shirts dazu gekommen. Bestellungen dafür nehmen wir gerne hier im Kommentar- Bereich oder auf Instagram entgegen😉.

Wir blicken zurück auf sechs Monate voller unvergesslicher Erlebnisse – tausende Fotos und Videos, jeweils ein einmaliger Sonnenbrand (was in einem halben Jahr intensiver Sonne fast schon eine Meisterleistung ist), literweise Sonnencreme und Mosquitospray, trotzdem unzählige Mückenstiche, Abdrücke von Schlappen an den Füssen und Fingerringen an den Händen, ein kaputter Rucksack und ein paar Stempel mehr im Pass.

Wir sind gespannt, was die Zukunft für uns bereithält und wo es uns hinziehen wird. Jetzt gerade geniessen wir aber noch unser Zuhause auf Bali für weitere zwei Monate.

Eines können wir aber versprechen: Wir sind definitiv noch nicht reisemüde und werden ab Juli mit frischer Energie weiter die Welt erkunden.


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Ein Kommentar zu „6 Monate swizzontour

  1. Was für ein toller Bericht und was für eine tolle Zwischenbilanz von eurer famosen Reise😎 und es ist noch nicht zu Ende. Ich wünsche euch weiterhin alles gute und liebe❤️ im Gedanken bin ich oft bei euch!

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