Südkorea stand schon lange ganz oben auf unserer Wunschliste – und endlich führte uns unsere Reise dorthin. Schon bei der ersten groben Planung war sicher, dass wir das Land besuchen möchten. Doch wie wir Südkorea am besten in unsere Route einbinden, war lange unklar. Schlussendlich bleibt nur der Weg, extra hinzufliegen. Von China aus war der Flug nach Südkorea nicht mehr weit, und zudem wollten wir die berüchtigte Golden Week meiden. So starteten wir direkt von Peking aus in den Süden Südkoreas, nach Busan, um dort unser Abenteuer zu beginnen. Da unser Flug Peking um 3 Uhr nachts verliess, waren wir am ersten Tag in Busan für grosse Unternehmungen nicht mehr zu gebrauchen. Wir erkundeten dennoch die nähere Umgebung, genossen die erste köstliche Nudelsuppe und schmiedeten Pläne für die kommenden Tage und die Weiterreise in Südkorea.



Busan
Busan, die zweitgrösste Stadt Südkoreas, liegt malerisch im Süden direkt an der Küste. Wegen der Skyline direkt am Strand wird Busan auch das „Miami Südkoreas“ genannt. Zwar ist Busan deutlich kleiner und kein Partyhotspot, doch wir verstehen, weshalb es mit Miami verglichen wird.



Ehrlich gesagt hatten wir vor der Einreise kaum Vorstellungen davon, was uns erwarten würde und welche Orte sehenswert sind. So zogen wir eher planlos, aber mit einigen festen Punkten im Kopf, durch die Strassen von Busan. An jeder Ecke laden charmante kleine Cafés mit feinen Getränken und Snacks zu einer Pause ein – das macht das Erkunden umso angenehmer.
Wir erkundeten das farbenfrohe Gamcheon Kulturdorf mit seinen bunten Häusern und verwinkelten Gassen. Mit der Gondel schwebten wir über das Meer zum Strand und schlenderten am Küstenufer entlang.






Am zweiten Tag besuchten wir den bekanntesten Tempel der Stadt, der der Meeresgöttin gewidmet und unmittelbar an der Küste gelegen ist – was ihn in Südkorea einzigartig macht. Der Eintritt war frei, Spenden waren an verschiedenen Stellen möglich. Auch wir liessen uns verlocken, einen kleinen Lampion mit unseren Wünschen zu beschriften und aufzuhängen – ein ganz besonderer Moment.





Das Wetter zeigte sich wechselhaft und gelegentlich regnerisch, weshalb wir die Tage gemütlich angingen und nicht alles von Busan gesehen haben. Genauso war es aber richtig für uns. Busan gefiel uns sehr und war ein grossartiger Auftakt für unsere Südkorea-Reise.
Gyeonju
Weiter ging es mit dem Zug, nur 30 Minuten später erreichten wir Gyeongju – eine kleine Stadt mit enormer historischer Bedeutung und wird deswegen „Museum ohne Mauern“ genannt. Über tausend Jahre lang war Gyeongju Sitz des Silla-Königreichs, weshalb es so viele historische Sehenswürdigkeiten gibt. Wir liessen uns mehrheitlich treiben, um gemütlich zu entdecken, was uns unterwegs begegnete. Direkt neben unserer Unterkunft lag ein Park mit imposanten Hügelgräbern, den Königsgräbern aus der Silla-Zeit. Ausserdem waren ein Teil der alten Stadtmauer und die malerische Woljeonggyo-Brücke ganz in unserer Nähe, die wir bei einem Spaziergang erkundeten.






Am nächsten Tag unternahmen wir eine kleine Wanderung zu einem nahegelegenen, kleinen Gipfel. Die Zeit in der Natur war eine willkommene Abwechslung zum städtischen Alltag. Am Abend besuchten wir den Donggung-Palast und den Wolji-Teich – Sehenswürdigkeiten mit schönen Spiegelungen der historischen Gebäude im Wasser.





Da wir am Wochenende in Gyeongju waren, gab es in der Stadt verschiedene kleine Veranstaltungen. Direkt bei unserem Hotel fand ein Festival mit Darbietungen und Ständen statt. Natürlich schauten wir abends vorbei und genossen vor allem die Abschlussshow einer DJane mit mitreissendem K-Pop.


Für uns war Gyeongju der schönste Ort der Reise: die perfekte Grösse, unsere optimale Unterkunftslage und die authentische Atmosphäre machten den Aufenthalt unvergesslich. Ein klarer Tipp für jede Südkorea-Reise.
Haeinsa Tempel
Mit dem Bus ging es weiter nach Daegu – Ausgangspunkt für den Besuch des Haeinsa-Tempels, dem bedeutendsten buddhistischen Heiligtum Südkoreas. Die Stadt selbst bot für uns wenig, weshalb wir nur zwei Nächte blieben und unsere Zeit hauptsächlich in der weitläufigen Tempelanlage verbrachten. Der Eintritt war frei, und es war angenehm ruhig. Es wurde sogar ein Mittagessen in Buffetform spendiert – vegetarisch, traditionell koreanisch und definitiv das schärfste Gericht unserer gesamten Reise.





Der Tempel stammt aus der Silla-Dynastie und ist ein spirituelles Zentrum mit lebendiger Tradition. Mönche wohnen immer noch dort, führen Zeremonien durch und pflegen die Kultur. Vor Ort besteht auch die Möglichkeit, in einem sogenannten „Templestay“ eine Nacht zu verbringen, um noch tiefer in die Tradition einzutauchen. Leider war dies in unserer Reisezeit ausgebucht. Dennoch erhielten wir einen kleinen Einblick in die buddhistische Kultur.
Umgeben von der Berglandschaft erkundeten wir auch einige kleinere Tempelanlagen auf dem weitläufigen Gelände.



Jeonju
Unser letzter Stopp vor Seoul erreichten wir ebenfalls per Bus. Ursprünglich wollten wir nochmals eine Tempelanlage besuchen, doch diese war weiter entfernt und umständlich zu erreichen, sodass wir uns dagegen entschieden. Für Jeonju hatten wir ansonsten keine grossen Pläne und gingen es auch da sehr entspannt an.
Wir hatten ein traditionelles Hanok-Haus gebucht, in dem wir – ganz südkoreanisch – auf dem Boden schliefen. Mit Futon und dünner Matte, die wir selbst ausrollten, war es nicht zu hart, aber nach drei Nächten waren wir auch bereit, weiterzuziehen.



Unser Zuhause lag im charmanten Hanok-Viertel, das mit kleinen Cafés, einer Strasse voller koreanischer Spezialitäten und einigen Sehenswürdigkeiten begeistert.





Die meiste Zeit verbrachten wir in den Cafés, Philippe konnte seine Masterarbeit fertigstellen, und wir tankten neue Kraft. Zudem planten wir unsere Weiterreise und verschickten Bewerbungen für Jobs und eine Wohnung in Basel – eine produktive, aber gemütliche Zeit.
Nach drei Nächten ging es mit dem Zug zum letzten Halt unserer Reise: die Hauptstadt Südkoreas und noch ein Stück weiter nördlich. Was wir dort in den fünf Tagen erlebten, folgt aber im nächsten Bericht.
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