Für die meisten hier dürfte unser nächstes Reiseziel wohl keine grosse Überraschung mehr sein. Es ist auch mit ein Grund, weshalb wir mit den Beiträgen etwas verspätet sind – wir haben unsere Zeit in vollen Zügen genossen und waren viel unterwegs. Die Rede ist natürlich von unserem Überraschungsbesuch in der Schweiz: Zwei Wochen mit Familie und Freunden, eine vertraute Umgebung, Essen, das wir vermisst haben, und ganz viel gemeinsame Zeit.
Heimreise
Philippe befindet sich aktuell noch in seinem Masterstudium und schreibt fleissig an seiner Masterarbeit. Zu Beginn unserer Reise dachte er, dass die Arbeit am Ende vor Ort präsentiert werden muss. So entstand schon früh der Plan, während der Reise einmal nach Hause zu fliegen und alle zu überraschen. Als sich dann herausstellte, dass es diese Präsentation gar nicht geben würde, war der Plan bereits so fest in unseren Köpfen verankert, dass wir trotzdem den Flug nach Hause buchten – quasi Ferien vom Reisen.


Anfang September flogen wir also mit klopfenden Herzen von Kuala Lumpur nach Zürich, fuhren mit dem Zug nach Basel und wurden dort von Philippes Vater abgeholt und nach Hause gebracht. Irgendjemanden mussten wir natürlich einweihen – damit wir überhaupt ein Dach über dem Kopf hatten.
Familie
Zuerst wurde Anita, Philippes Mutter, überrascht. Ihr wurde erzählt, dass ein Arbeitskollege übers Wochenende bei ihnen übernachten würde – so waren Bett und Zimmer für uns vorbereitet. Die Überraschung, dass wir die Gäste waren, ist definitiv gelungen, und die Freude war auf beiden Seiten riesig.
Am nächsten Tag ging es gleich weiter mit Besuchen bei meiner Familie. Wir hatten mit meiner Mutter ein Telefongespräch ausgemacht – standen dann aber persönlich vor der Tür. Definitiv besser als ein Videotelefonat! Lustigerweise hatte meine Mutter schon eine gewisse Vorahnung, dass wir auftauchen könnten. Umso grösser war natürlich die Freude, als es tatsächlich so war.
Am Abend kündigte sich Anita bei meiner Schwester zum Besuch an. Wir hatten sogar eine Sprachnachricht aufgenommen, die wir über die Gegensprechanlage abspielen wollten, damit sie keinen Verdacht schöpft. Unserer Meinung nach war die Reaktion meiner Schwester die lustigste: Zuerst hat sie es ganz normal hingenommen, dass wir vor der Tür stehen – und dann plötzlich realisiert, dass das eigentlich gar nicht normal ist. Mit ihrem Gekreische hätte sie fast den ganzen Wohnblock aufgeweckt. Auch hier: Überraschung geglückt.
Der Zeitpunkt unseres Aufenthalts war perfekt gewählt. Es standen zwei fixe Veranstaltungen an – und ganz zufällig kamen auch Philippes Schwester und ihr Mann genau in dieser Zeit von ihrer langen Reise zurück. So stand Philippe anstelle von Anita am Flughafen in Basel und überraschte sie dort.
Zusätzlich wurde Philippes Grossvater 90 Jahre alt, und wir konnten gemeinsam mit der ganzen Familie seinen Geburtstag feiern – ein weiteres Highlight für uns.
Die letzte geplante Überraschung war der Besuch bei meinem Vater. Da er selbst noch im Urlaub war, konnten wir ihn erst etwas später treffen – aber das war natürlich noch vor unserem Weiterflug eingeplant. Meine Schwester hatte sich für uns auf Kaffee und Kuchen angekündigt. Die Vorfreude, die kleine Tochter von ihr nach dem Urlaub zu sehen, war natürlich bei meinem Vater gross. Wir sind uns aber sicher, dass die Freude, uns nach 10 Monaten zu sehen, genauso gross war, wenn nicht sogar etwas grösser. 😉





30. Geburtstag
Einer der Hauptgründe für unseren Besuch zu dieser Zeit war der 30. Geburtstag eines sehr guten Freundes von mir und mittlerweile auch von Philippe. Gemeinsam mit einem weiteren Freund hat er gross gefeiert – ein ganzes Wochenende im Tipidorf im Diemtigtal.
Da wir natürlich zuerst Zeit mit unseren Familien verbringen wollten, reisten wir erst am Samstag an. Auch hier war die Überraschung riesig – und die Freude, so viele unserer Freunde wiederzusehen, umso grösser. Das Wochenende war zwar ein Temperaturschock für uns , aber absolut gelungen. Und nach so langer Zeit wieder mit anderen Menschen zusammen zu sein als nur zu zweit, tat einfach gut.


Hochzeit
Ein weiterer Grund für unseren Heimflug war die Hochzeit eines Freundes von Philippe und seiner mittlerweile Frau. Sie fand direkt am Wochenende nach dem Geburtstag statt – also perfekt für unseren Besuch in der Schweiz.
Wie bereits erzählt, hatten wir in Kuala Lumpur einige Vorbereitungen getroffen: Philippe konnte dort einen Anzug kaufen, und wir waren beide beim Friseur – was bei Philippe wirklich dringend nötig war. Leider war ich mit den Kleidern dort nicht so glücklich, also habe ich in der Schweiz nochmals geschaut und bin fündig geworden.
Rausgeputzt und gestylt – wie schon lange nicht mehr – kamen wir vor der Kirche an und wurden auch dort mit überraschten Blicken empfangen. Zwei enge Freunde von Philippe hatten wir bereits vorab besucht, der Rest wusste nichts von unserer Rückkehr. Die Hochzeit war wunderschön, die Stimmung ausgelassen, und wir hatten eine richtig tolle Zeit mit unseren Freunden.




Neben den grossen Events hatten wir natürlich auch viele kleine Pläne. Wir trafen verschiedene Freunde, verbrachten viel Zeit mit der Familie, versuchten, unsere Weiterreise zu planen und genossen einfach das „Zuhause-Sein“. Das volle Programm war zwar auch anstrengend – wir wollten so viel Zeit wie möglich mit den Menschen verbringen, die uns wichtig sind. Trotzdem mussten wir irgendwann Grenzen setzen. Die Zeit war knapp, bewusst aber gewählt, und das war auch gut so.






Abschied
Die letzten zwei Tage verbrachten wir damit, uns von allen wieder zu verabschieden. Dieses Mal wussten aber alle: An Weihnachten sind wir wieder da. Nur noch drei Monate – ein Bruchteil der Zeit, die wir bereits unterwegs waren. Der Abschied fiel also deutlich leichter.
Die Zeit in der Schweiz war unglaublich schön. Es hat uns so gut getan, wieder mit unseren Lieblingsmenschen zusammen zu sein, in vertrauter Umgebung Kraft zu tanken und neue Energie für die Weiterreise zu sammeln.
Am 16. September 2025 sind wir dann wieder von Zürich aus weitergereist – und bereits wieder im Reisemodus angekommen.


Wie es für uns weitergeht, erzählen wir euch dann in einem nächsten Beitrag.
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