Wir waren insgesamt fast einen ganzen Monat auf Sulawesi und sind begeistert. Die Insel ist wunderschön, vielseitig – aber riesig. Die grösste Herausforderung waren die weiten Strecken, was uns gegen Ende hin doch sehr erschöpft hatte.
Die Leute waren immer super lieb und hilfsbereit. Wir waren aber immer wieder erstaunt, wie sehr sie ans uns Touristen interessiert waren und die gesamte Insel untouristischer wirkte wie angenommen. Wie oft wir für Fotos hinhalten mussten, können wir gar nicht mehr zählen. Es fragten aber immer alle super lieb und wenn wir so eine kleine Freude bereiten können, halten wir gerne hin.


Wir haben euch ja von den drei Hauptteilen erzählt, welche wir bereist haben: Rantepao mit der Toraja-Kultur, die Togean- und die Banggai-Inseln. Wir erzählen euch hier noch etwas mehr über unsere Reise generell.
Makassar- Rantepao
Gestartet hat unsere Reise am Flughafen in Makassar, der Hauptstadt von Sulawesi. Makassar liegt im Süden und ist ein guter Ausgangspunkt, um nach Rantepao zu kommen. Es gibt zwar ganz wenige Flüge pro Woche direkt dorthin von Makassar, wir haben uns aber für den Nachtbus entschieden. Kurz vorweg: Sulawesi bereisen viele Leute mit einem privaten Fahrer oder einer Tour. Es gibt zwar mehrheitlich für alle Orte Busverbindungen, diese brauchen aber häufig deutlich länger, sind unbequem und mit Umsteigen verbunden.
Die Fahrt von Makassar nach Rantepao ist aber gut mit dem Bus möglich. Sie dauert ca. acht Stunden, und es gibt sogenannte Sleeper-Busse, welche diese Strecke jede Nacht fahren. In diesem Bus gibt es Sitze, welche fast vollständig flach geneigt werden können und sich gut zum Schlafen eignen.


Durch das ganze Geruckel der schlechten Strasse und den kurvigen Weg war es nicht ganz einfach, aber auch wir konnten ein paar Stunden schlafen.
Kurzer Spitalaufenthalt
Direkt beim Busterminal gibt es einen Burger King, auf den sich Philippe natürlich sehr gefreut hatte – mir aber wahrscheinlich noch zum Verhängnis wurde. Wir gehen zumindest davon aus, da alles andere unserer Meinung nach nicht viel Sinn ergibt.
So wurde mir leider im Verlauf der Fahrt, trotz Reisemedikamenten, immer schlechter. Da der Bus Teppichboden hat, werden alle beim Einsteigen aufgefordert, ihre Schuhe in Plastiksäcke zu packen – zum Glück. Gegen Ende der Fahrt musste ich mich leider übergeben und hatte die Tüte schnell zur Hand. Die Schuhe konnte ich vorher natürlich noch rausnehmen.
Als wir in Rantepao angekommen sind, zeigte ich Philippe nur meine Tüte und er wusste was los war. Wir beide dachten aber, dass es jetzt nach der Ankunft wieder besser gehen würde. Angekommen im Hotel stellte sich das leider als falsch heraus. Ich musste mich erneut übergeben. So hat sich Philippe an diesem Tag mit unserer Bekanntschaft von Flores alleine auf den Weg gemacht – davon haben wir euch aber ja schon erzählt.
Mir ging es den Tag über immer etwas schlechter. Ich musste mich mehrmals übergeben und bekam am Nachmittag Fieber und Gliederschmerzen. Da ich seit dem Abend vor der Busfahrt so gut wie nichts getrunken hatte und etwas Kreislaufprobleme bekam, gingen wir trotzdem noch zum Arzt. Da wir auch Malaria und Dengue ausschliessen wollten, gingen wir in eine Art Krankenhaus für einen Bluttest – und als Tourist ist das am einfachsten.
Alle vor Ort waren natürlich extrem erfreut, eine Touristin zu sehen. Die Kommunikation war so lala, aber wir erreichten, was wir wollten. Da mir den ganzen Abend lang noch sehr schlecht war und sie mir eine Infusion geben wollten, blieben wir für die Nacht vor Ort. Ich konnte auswählen, was für ein Zimmer ich wollte. So haben wir uns für etwa 35 Franken ein Privatzimmer gegönnt – mit Klimaanlage und privatem, westlichem WC. Es gab ein Liegesofa, auf dem Philippe nächtigen konnte.
Bereits am nächsten Morgen ging es mir etwas besser, und die Tests waren negativ. So konnte ich zurück ins Homestay und Philippe zum nächsten Ausflug gehen.
Wir haben uns dazu entschieden, unseren Aufenthalt in Rantepao um eine Nacht zu verlängern. So hatte ich etwas mehr Zeit, mich zu erholen, bevor die lange Fahrt losging. Diese sind wir dann mit einem privaten Fahrer angetreten. Eigentlich war der Bus geplant, aber dieses Mal gab es nur noch den normalen lokalen Bus, welcher überall hält und sehr stickig ist – nicht unbedingt etwas, das mir gegen die Übelkeit geholfen hätte.
Rantepao- Ampana
So fuhren wir fast 12 Stunden bis nach Tentena, wo wir nur eine Nacht verbracht hatten. Eigentlich wäre da ein Tag zum Erkunden und Erholen eingeplant gewesen. Da wir aber unsere Reservationen für die Togeans schon hatten und eine Tag verloren, ging es direkt am nächsten Morgen erneut mit einem privaten Fahrer für weitere sechs Stunden weiter nach Ampana, dem Ausgangspunkt für die Togean-Inseln.



In Ampana selber haben wir nicht viel gemacht. Wir konnten noch genügend Bargeld holen, uns mit Snacks ausrüsten und die Tickets für das Speedboot am nächsten Tag organisieren.


Ampana- Luwuk
Nach den Togean-Inseln hatten wir erneut eine Nacht in Ampana eingeplant, bevor es erneut über sechs Stunden mit dem Auto nach Luwuk – dem Ausgangspunkt für die Banggai-Inseln – ging. Wir wollten bereits am Morgen nach dem Frühstück losfahren, da wir in Luwuk noch unsere Wäsche waschen wollten und einen Pool im Hotel hatten, welchen wir natürlich noch etwas ausnutzen wollten.
So ging es um 8 Uhr los – leider nur für ca. eine Stunde. Wir kennen es ja schon von Flores, dass in Indonesien Strassen ohne Ankündigung teilweise geschlossen werden. Wir haben später beim Durchfahren gesehen, dass es auch da einen Erdrutsch gegeben hatte, und dies erst vor kurzem. Wir wissen nicht, ob es mit einem Erdbeben zusammenhing, welches während unserer Zeit auf den Togean-Inseln in Nord-Sulawesi stattfand.
Wir kamen aber an dieser Sperre an, und der Fahrer sagte uns, die Strasse öffnet erst um 12:00 Uhr. Wir dachten, er verwechselt etwas im Englischen – leider aber nicht. Uns blieb nichts anderes übrig, als mit den wenigen anderen Leuten am Strassenrand zu warten, bis wir weiterfahren konnten.



Wir hatten „Glück“: Bereits nach 2,5 Stunden Warten – etwas früher als 12 Uhr – ging die Strasse auf. Wir erreichten Luwuk deutlich später als geplant, aber es hatte zum Glück mit Expressbestellung trotzdem noch geklappt, unsere Wäsche sauber zu bekommen. Auch für eine kurze Abkühlung im Pool hat die Zeit noch gereicht.

Die Fähre nach Leme Leme auf den Banggai-Inseln geht immer erst am frühen Nachmittag. So entschieden wir uns, am Vormittag noch zwei Wasserfälle zu besuchen, welche häufig zu den Sehenswürdigkeiten der Banggai-Inseln gezählt werden.



Am Schluss kamen wir doch noch etwas in Zeitdruck, da die Fahrt zum zweiten Wasserfall deutlich länger gedauert hatte, als angegeben. Diesen hätten wir uns auch sparen können, da uns der erste viel besser gefallen hatte – im Nachhinein ist man ja bekanntlich immer schlauer.
Nach den Banggai-Inseln hatten wir erneut eine Nacht in Luwuk, bevor wir zurück nach Makassar reisten – dieses Mal mit dem Flugzeug.


Unsere Reise in Sulawesi endete am selben Ort, an dem wir gestartet sind: in Makassar. Wir sind von Luwuk nach den Banggai-Inseln direkt nach Makassar geflogen, hatten aber dieses Mal einen Tag vor Ort eingeplant.
Rammang Rammang
Ca. 1,5 Stunden ausserhalb von Makassar liegt das Gebiet Rammang Rammang, welches bekannt ist für seine schönen Landschaften. Aus der eher flachen Gegend ragen hohe Felsen heraus.



Mittendurch fliesst ein Fluss. Über diesen Fluss kann ein Dorf besucht werden, das wunderschön eingebettet in dieser Landschaft liegt.






Es gibt verschiedene Höhlen zu besuchen, welche alte Malereien an den Wänden aufweisen oder durch Felsformationen und viel Fantasie Bilder schaffen. Erkennt ihr auf diesem Bild, was hier dargestellt wird?

Obwohl wir in der zweiten Hälfte unserer Sulawesi-Reise eher schlechtes Wetter hatten, war bei unserem Besuch in Rammang Rammang traumhaftes Wetter – und somit unglaublich heiss. Die Fahrt im dichten Stadtverkehr, der fast zweistündige Spaziergang in der Sonne (ich hatte natürlich genau an diesem Tag meinen Hut vergessen) und die Hitze machten uns doch recht zu schaffen.



So machten wir im Hotel eine kurze Pause, bevor wir die bunte Moschee in Makassar besuchen wollten. Das hat sich als gut herausgestellt, da wir später eine super Kulisse mit der Moschee und dem Sonnenuntergang dahinter hatten.





Die Moschee liegt am Ufer in Makassar und ist öffentlich zugänglich. Wir haben sie nur von aussen bestaunt, da sie auch da bereits sehr eindrücklich ist.




Für viele der Einheimischen waren eher wir die Attraktion und nicht die Moschee – so mussten wir auch hier immer wieder für ein Foto herhalten.
Nach der Moschee ging es zu einem italienischen Restaurant, das wirklich gutes Essen hatte.


Ein perfekter und authentischer Abschluss für unsere Sulawesi-Reise. 😉 Wir verlassen aber Indonesien ja noch nicht – so haben wir noch genügend Zeit, die lokale Küche zu geniessen.
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