Wochenendausflüge

Wie wir hier ja bereits erzählt haben, sind wir seit Ende März auf Bali und verbringen hier drei Monate und geniessen den normalen Alltag. Unsere Pause vom Reisen ist bald vorbei – und somit auch die Pause hier auf dem Blog. Wir möchten euch aber natürlich auch gerne etwas mehr über diese tolle Insel und unsere schöne Zeit vor Ort erzählen. Von der beeindruckenden Rundreise entlang der Küste haben wir bereits berichtet. Neben unseren Aufgaben hier auf Bali konnten wir an den Wochenenden auch einige Orte besuchen. Drei Wochenendsausflüge haben wir allein verbracht und erzählen euch in diesem Beitrag mehr darüber.

Ubud

Die ersten fünf Tage auf Bali haben wir in Ubud verbracht. Ubud ist bekannt für sein kulturelles und kulinarisches Angebot. Für uns stand dabei das Essen ganz klar im Vordergrund. Nach vier Wochen mit fast ausschliesslich indonesischer Küche in Raja Ampat und Sumba – die uns übrigens sehr gut schmeckt – konnten wir in Ubud auch endlich mal wieder etwas anderes essen.

Einmal haben wir uns jedoch nochmals für indonesisches Essen entschieden – und zwar selbst gekocht bei einem traditionellen Kochkurs. Wir starteten auf dem lokalen Markt, testeten uns durch die verschiedensten Früchte und fuhren dann ins Kochstudio. Dort bereiteten wir ein klassisches Nasi Campur zu – bestehend aus Reis und verschiedensten Beilagen, in unserem Fall alle vegetarisch.

Wir machten süss-scharfes Tempeh, Sate-Spiesse aus Tofu, eine Gemüsesuppe, ein Curry und einen Salat. Zum Dessert gab es einen schwarzen Reispudding mit Kokosmilch. Das Essen war superlecker, und wir hatten viel Spass beim Kochen – mal schauen, ob wir das zu Hause auch so gut hinbekommen.

Falls jemand Interesse hat, indonesische Gerichte zu Hause auszuprobieren, kann gerne nach den Rezepten fragen. 😉

Die restliche Zeit in Ubud haben wir entweder an unserem Pool verbracht oder sind mit dem Roller zu Reisfeldern und Tempeln gefahren.

Wir waren beim Wassertempel Tirta Empul, in welchem eine Reinigung durch 13 Ausgüssen stattfindet, jeder davon hat eine andere Bedeutung. Auch hier hat der Tourismus zugeschlagen. Das Wasserbecken war komplett voll nur aus Touristen, definitiv nicht so wie ich es aus 2017 in Erinnerung habe.

Auch einen Abstecher zu den bekannten Tegallalang-Reisterrassen haben wir gemacht. Für mich ist es mittlerweile eine Art Tradition, dorthin zu fahren und zu sehen, was sich verändert hat. 2016, als ich das erste Mal auf Bali war, gab es dort nur wenige Cafés und vielleicht eine Schaukel am Rande der Felder – der Rest waren wunderschöne Reisterrassen. Jedes Jahr ist mehr dazu gekommen und mittlerweile ist eine Seite komplett bebaut.

Überall gibt es Schaukeln – inklusive Kleidervermietung – und wer durch die Reisfelder laufen möchte, sollte am besten die andere Seite wählen. Es ist schon schockierend, wie stark sich das verändert hat. Die Schaukeln und Cafés mit Top-Aussicht sind aber sehr gefragt und gut besucht.

Wir haben unseren Mittag lieber in einem kleinen Restaurant etwas ausserhalb dieser Touristengegend verbracht – ebenfalls mit toller Aussicht auf Reisfelder.

Sidemen

Sidemen ist ein wunderschöner Ort im Osten Balis. Er liegt eingebettet in Reisfelder am Fusse des höchsten Vulkans auf Bali – dem Gunung Agung. Es heisst, dass Sidemen noch ein Stück des „alten“ Balis zeigt – mit viel Kultur und im Vergleich zu anderen Orten noch sehr unberührt.

Auf der Hinfahrt machten wir einen kurzen Stopp bei einem Wasserfall. Obwohl wir beide keine grossen Wasserfall-Fans sind, gehört ein Besuch bei einer Bali-Reise einfach dazu. Der Wasserfall hat verschiedene Ebenen und natürliche Pools, die zu einer kurzen Erfrischung einladen. Ein bestimmter Pool dort ist wegen seiner Aussicht besonders beliebt auf Instagram. Wir stiegen eine Ebene höher und hatten dort ein Becken ganz für uns allein – mit Blick auf das Getümmel beim bekannten Pool unten.

Nur weil von dort die meisten Instagram-Bilder stammen, warten die Leute ewig für ein einziges Foto – den Rest des Wasserfalls, der genauso schön ist, beachten sie gar nicht.

Glück für uns, wir konnten in aller Ruhe die Abkühlung geniessen und trotzdem ein Foto machen. Es ist spannend, wie stark Social Media beeinflusst, was und wie Menschen Orte wahrnehmen. Bali ist in dieser Hinsicht definitiv einer der meistgezeigten und -inszenierten Orte weltweit. Unsere Gedanken dazu teilen wir in einem anderen Beitrag noch ausführlicher.

Am nächsten Tag waren wir etwas ausserhalb von Sidemen unterwegs. Wir besuchten einen Wasserpalast, den wir beide noch nicht kannten.

Die Anlage ist riesig und sehr beeindruckend. Es waren kaum andere Touristen vor Ort, und das Wetter war perfekt. Nach einem Spaziergang durch die Anlage machten wir einen kurzen Stopp fürs Mittagessen und fuhren anschliessend weiter zu einem Aussichtspunkt. Dort mussten wir Eintritt bezahlen – für was genau, ist uns nicht klar. Die Aussicht war okay, mehr gab es nicht. Also fuhren wir bald zurück ins Hotel und liessen den Nachmittag gemütlich ausklingen.

Am letzten Tag unternahmen wir noch einen kleinen Spaziergang durch Reisfelder und Plantagen, bevor es zu unserem gebuchten Silberkurs ging.

Sidemen ist bekannt für seine Silberschmiedekunst, und so ein Kurs ist fast ein Pflichtpunkt auf dem Programm. Wir hatten viel Spass und sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Art und Design des Schmuckstücks konnten wir frei wählen und stellten es dann mit Unterstützung selbst her.

Wir fertigten gegenseitig Ringe für den Mittelfinger an. Da wir die nächsten zwei Monate auf muslimisch geprägten Inseln unterwegs sein werden, wo die Regeln strenger sind als auf Bali, können die Ringe symbolisch auch als Eheringe dienen – das macht unsere Reise etwas angenehmer.

Nusa Lembongan und Ceningan

Letztes Wochenende haben wir auf den kleinen Inseln Nusa Lembongan und Ceningan östlich von Bali verbracht. Nach einer 30-minütigen Fahrt mit dem Speedboot sind diese gut erreichbar.

Wir hatten ein klares Ziel für dieses Wochenende: entspannen. Auf Bali selbst machen wir das tatsächlich eher selten. Wir sind häufig unterwegs oder hatten viel Besuch – umso mehr haben wir uns auf ein gemütliches Wochenende gefreut.

Natürlich haben wir auch die kleinen Inseln, die durch die bekannte gelbe Brücke miteinander verbunden sind, mit dem Roller erkundet.

Ihr könnt gerne mal raten, welches unserer Roller auf dem Bild ist.

Es gibt grossartige Aussichtspunkte auf die Buchten und die steilen Küstenabschnitte – viel mehr gibt es aber tatsächlich nicht zu sehen.

Leider sind die Strände dort oft nicht besonders gut zum Baden geeignet. Die Strömungen sind sehr stark, und die Buchten meist felsig. Zudem lassen sich kaum Schattenplätze finden – was für einen ganzen Tag am Strand unter der intensiven balinesischen Sonne doch notwendig ist. Daher haben wir unsere Zeit grösstenteils in Bars und Restaurants direkt am Meer verbracht. Diese bieten oft gemütliche Sitzmöglichkeiten, einen Pool und kosten keine Eintritt.

Diese „Beachclubs“ vor Ort sind deutlich weniger glamourös als auf Bali, was uns aber sehr entgegenkam. So fühlten wir uns nicht fehl am Platz und konnten die Zeit in dieser entspannten Atmosphäre wirklich geniessen.


Entdecke mehr von swizzontour

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Ein Kommentar zu „Wochenendausflüge

Hinterlasse einen Kommentar