Siargao

Siargao ist eine der vielen Inseln auf den Philippinen, die noch nicht komplett von Touristen überrannt ist. Sie ist vor allem bei Surfern bekannt – und das nicht ohne Grund. Sie trägt die Spitznamen „Surfer-Hauptstadt der Philippinen“ oder „Palmeninsel“ – und das zu Recht.

Ein grosser Teil der Insel ist unbebaut, die Fahrt durch die Insel führt durch eine wunderschöne, grüne Landschaft. Siargao ist derzeit noch ein Geheimtipp, wird aber ziemlich sicher schnell wachsen und bekannter werden.

Die Insel hat uns unglaublich gut gefallen. Wir haben insgesamt zehn Tage dort verbracht und waren keinen Moment unzufrieden mit dieser Entscheidung. Für uns war es trotz Regenzeit die schönste und tollste Insel auf den Philippinen.

General Luna

General Luna ist der Hauptort für Touristen auf dieser Insel. Hier gibt es alles, was wir brauchten. Wir haben insgesamt sieben Nächte vor Ort verbracht, fünf davon mit unseren Freunden Laurine und Kilian. Abends konnten wir zu Fuss durch die Hauptstrasse schlendern. Diese besteht aus vielen kleinen Souvenir- oder Surfershops, Restaurants, Bars und verschiedenen Partylocations.

Wir haben natürlich direkt am ersten Abend die Chance ergriffen und gemeinsam eine Runde Bierpong gespielt. Die Schaumparty an einem anderen Abend im Beachclub haben wir auch kurz besucht.

Die Maschinen waren jedoch so intensiv, dass es doch etwas zu viel Schaum war. Daher haben wir uns am Rand aufgehalten und amüsiert den anderen Gästen zugeschaut.

Irgendwie wurde der Beachclub zu unserem täglichen Besuch, jeweils immer nur kurz zum schauen, ob viel los ist. An einem Abend wurde unsere Interesse geweckt von einer Feuershow mit einem tollen Hauptdarsteller – Philippe. Er wurde von einer Tänzerin nach vorne geholt und für die Feuershow eingesetzt. Er fand es nicht so toll, wir aber umso lustiger.

Regenzeit

Februar ist auf Siargao im Vergleich zu anderen Inseln der Philippinen noch Regenzeit. Wir wussten, was uns erwarten könnte, aber mit so viel Regen hatten wir dann doch nicht gerechnet. An zwei Tagen hat es fast durchgehend geregnet, die Kleidung wurde nicht mehr trocken. Die Strassen wurden zu kleinen Bächen, und es kam immer wieder zu kurzen Stromausfällen. Laut Internet musste der Flugverkehr einen Tag lang eingestellt werden, was uns für unsere Abreise etwas nervös machte.

Nichts davon hätte uns jedoch die gute Zeit hier verdorben. Wir haben zu viert das Beste aus der Situation gemacht und hatten Glück, dass es „nur“ zwei Tage durchgeregnet hat. Wir konnten die meisten Dinge sehen und machen, die wir uns vorgenommen hatten. Zudem hatten wir viel Zeit für verschiedene Kartenspiele und haben Laurine und Kilian das Jassen beigebracht.

Die verregneten Tage haben wir uns zusätzlich im Spa mit Massagen, Mani- und Pediküren versüsst.

Surfer Paradies

Wie schon gesagt, wird Siargao die „Surfer-Hauptstadt der Philippinen“ genannt. Der Vibe in General Luna bestätigt das sofort. Viele junge Einheimische mischen sich mit Touristen in den Bars, fast alle fahren Roller ohne Helm, aber mit Halterung für ihr Surfboard. Es herrscht eine total lockere Stimmung, viele sind barfuss unterwegs und geniessen das Leben. Uns hat es ein wenig an Canggu auf Bali erinnert – nur nicht so überfüllt.

Natürlich wollten auch wir dieses Gefühl mitnehmen und sind gemeinsam mit Laurine und Kilian eine Stunde lang surfen gegangen.

Die Wellen waren sehr angenehm. Zwar bekamen wir immer einen Anstoss vom Surfguide, aber wir konnten viele Wellen reiten und hatten grossen Spass. An unserem letzten Tag haben wir es gleich noch einmal probiert.

Cloud 9

Ein bekannter Surfspot ist Cloud 9, der direkt neben General Luna liegt. Der Zugang kostet Eintritt – warum auch immer. Hier gibt es einen grossen Steg, von dem aus viele gute Surfer zu den Wellen gelangen.

Leider war zu der Zeit, als wir dort waren, niemand im Wasser. Ansonsten war Cloud 9 nichts Besonderes – es gab ein paar Cafés und Orte, an denen man Surfbretter mieten konnte.

Sunset Bridge

Etwas ausserhalb von General Luna gibt es eine Brücke, die abends zum Leben erwacht. Dort gibt es verschiedene kleine Stände mit Streetfood, und man kann den Sonnenuntergang bestaunen.

Manchmal sind Einheimische mit Skateboards auf der Brücke unterwegs und legen eine Show hin. An dem Abend, an dem wir dort waren, war der Sonnenuntergang leider nicht besonders und keine Skateboarder zu sehen. Die Stimmung auf der Brücke hat uns aber sehr gut gefallen.

Wir haben uns an unreife Mangos herangewagt – der Rest des Streetfoods hat uns nicht so angesprochen. Die Mango war unglaublich sauer, wurde mit Salz und Chili serviert und war gleichzeitig lecker und komisch.

Rollertour

An unserem ersten Tag auf Siargao haben wir mit Rollern die Insel erkundet. Wir waren alle so happy, dass die Sonne schien, weshalb wir die Rundfahrt sofort machen wollten. Wir kamen an verschiedenen Stränden vorbei, fuhren durch Palmenplantagen – übrigens keine Palmölplantagen – und durch kleine Dörfer. Leider wurden wir auf der Rückfahrt doch noch von einem Regenschauer erwischt, sodass wir durchnässt in unserem Hotel ankamen.

Aber wir bekamen direkt am ersten Tag einen Eindruck davon, wie wunderschön und doch noch unbebaut die Insel ist.

Trogon‘s Perch Resort

Nach der gemeinsamen Zeit mit unseren Freunden haben wir uns für drei Nächte in den Norden der Insel zurückgezogen. Da es regnen könnte, wollten wir eine tolle Unterkunft haben, in der wir anstehenden Dinge erledigen konnten – wie diesen Blog schreiben.

Zudem hatte die Unterkunft einen Pool, den wir auch bei Regen genutzt hätten. Zum Glück kam es gar nicht so weit.

Die einstündige Hinfahrt war zwar ziemlich nass – selbst im Tuktuk mit Vorhängen wurden wir klatschnass.

Danach hatten wir aber zwei Tage Sonnenschein und konnten mit dem Roller noch zwei ausstehende Punkte besuchen.

Auf der Rückfahrt nach General Luna hatten wir noch einen platten Reifen. Es schien, wie wenn das aber nicht unüblich wäre. Der Fahrer hatte einen Ersatzreifen dabei und diesen schnell gewechselt.

Magpopongko Rock Pools

Diese wollten wir eigentlich gemeinsam mit Laurine und Kilian besuchen, aber sie waren einige Tage geschlossen. Als das Wetter besser wurde, haben wir spontan entschieden, sie doch noch zu besuchen – zusammen mit vielen anderen Touristen. Der Pool war schön, aber doch ziemlich überfüllt.

Secret Mountain

Etwas nördlich von unserem Hotel lag der Secret Mountain, den wir ebenfalls bestiegen haben. „Bestiegen“ ist vielleicht etwas übertrieben – der Weg dauerte fünf Minuten. Aber die Aussicht war traumhaft. In der Ferne konnten wir eine Bucht sehen, und in der Nähe bestaunten wir die weite Palmenlandschaft.

Essen

Wir haben ja bereits erzählt, dass uns das Essen auf den Philippinen bisher nicht sehr überzeugt hat – bis Siargao. Hier konnten wir unglaublich gut und abwechslungsreich essen. Zwar waren wir nur in westlichen Restaurants, aber wir waren immer sehr zufrieden mit Geschmack und Angebot. Besonders das Frühstücksangebot hat mich gefreut – mit feinen Smoothie Bowls und Säften.

Für uns endet die Reise auf den Philippinen hier. Wir hatten vier tolle Wochen mit ganz unterschiedlichen Erlebnissen. Das Highlight war natürlich der Besuch aus der Schweiz.

Aber auch die Philippinen selbst haben uns total überrascht und beeindruckt. Wir werden sicherlich nicht das letzte Mal hier gewesen sein.

Nun geht es für längere Zeit in ein Land, auf das wir uns beide sehr freuen. Wir werden ein Stück Heimat besuchen, aber auch uns unbekannte Orte erkunden. Wer nicht weiss, welches Land das ist, muss sich noch etwas bis zum nächsten Beitrag gedulden 😉.


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