Palawan

In unserem letzten Beitrag haben wir ja bereits etwas über einen Teil von Palawan erzählt. Wir haben aber noch zwei weitere Orte besucht, von denen wir euch hier berichten möchten.

Von Puerto Princesa aus haben wir einen geteilten Van genommen und die fünfstündige Fahrt in Angriff genommen, das Ziel: El Nido im Norden von Palawan. An diesem Ort sind bereits an diesem Morgen sechs Freunde von uns aus der Schweiz angekommen.

Der Van sollte uns eigentlich um 9 Uhr beim Hostel abholen. Irgendwie gab es verschiedene Probleme, sodass wir schliesslich erst gegen 11 Uhr abgeholt wurden und den Van noch mit ein paar Filipinos teilten. Die Fahrt war langwierig, aber wir sind doch irgendwie in El Nido angekommen. Der Fahrer wollte uns jedoch nur mit einem relativ hohen Aufpreis bis zu unserem Hotel fahren, das ein wenig ausserhalb lag. Er und die anderen Mitfahrer waren sich einig, dass in El Nido eine Gebühr verlangt wird, wenn sie durch den Ort fahren wollen. Zuerst wussten wir nicht so recht, wie wir uns entscheiden sollten, haben aber bemerkt, dass ein Filipino die Gelegenheit nutzen wollte, auf unsere Kosten weiter mitzufahren und das wahrscheinlich abgesprochen war.

Wir haben uns dann irgendwo auf der Strasse in El Nido entschieden, auszusteigen und ein Tricycle für den restlichen Weg zu nehmen, was uns letztendlich auch günstiger kam.

Angekommen im Hotel haben wir dann unsere Freunde getroffen – ein schönes Wiedersehen! Da sie frisch aus der Schweiz eingeflogen waren, waren sie alle ziemlich müde. Deshalb sind wir an diesem Abend nur noch in El Nido essen gegangen und danach erschöpft ins Bett gefallen.

El Nido

El Nido ist ein kleiner Touristenort, der viele Touren, eine gute Partystimmung und zahlreiche Möglichkeiten zum Lädele bietet.

Ein Highlight für uns war das örtliche Casino, was sicher bei einem Besuch in El Nido nicht fehlen darf. Es gibt verschiedene Spiele, bei denen Geld auf eine Karte oder Farbe gesetzt werden kann.

Durch dass die kleinen Noten hier vor Ort nicht so viel Wert haben, hat es unserem Budget auch nicht gross geschadet. An einem Abend sind wir sogar mit kleinem Gewinn weiter gezogen.

Es gibt aber natürlich noch andere Möglichkeiten, sich hier zu amüsieren. Karaoke ist auch hier weit verbreitet, und auf der Strasse wird dazu getanzt und mitgegrölt.

Wir waren noch in einer Art Club zum Tanzen, in dem hauptsächlich Songs von genau drei Interpreten aus den 2000ern gespielt wurden. Uns hat das nicht weiter gestört und wir hatten einen lustigen Abend.

Rollertour

Für einen Tag haben wir vier Roller gemietet und die Gegend um El Nido erkundet. Zuerst sind wir durch kleine Dörfer und entlang von Reisfeldern zu einem Strand gefahren. Dies war offensichtlich ein etwas bekannterer, es gab einige Leute und viele Optionen für Essen und Trinken. Wir haben Kokosnüsse geschlürft und uns in den grossen Wellen vergnügt.

Danach ging es weiter mit unserer Rollerfahrt. Jonas und Rathick wollten unbedingt einen Tauchgang machen und sich bei einer Tauchschule informieren. Der Ort war zwar klein und unscheinbar, aber die Tauchschule machte einen guten Eindruck, und sie konnten für den nächsten Tag buchen. Der Rest von uns war nicht so motiviert und wollte lieber den Tag im Hotel und in El Nido verbringen.

Nach der Tauchschule sind wir über Schotterwege zurück zum Hotel gefahren und konnten gerade noch den Sonnenuntergang am Strand geniessen.

Boostour

Da wir zu acht waren, konnten wir die klassische Bootstour von El Nido privat buchen. Wir hatten das ganze Boot für uns allein und konnten selbst entscheiden, wie lange wir an welchem Ort bleiben wollten. Wir haben uns bewusst für eine etwas weniger touristische Tour entschieden und hofften, dass dadurch nicht ganz so viele Leute an den gleichen Orten sind wie wir.

Leider war das Wetter nicht optimal, und auf dem Meer gab es starke Winde. Zwei der vier Touren wurden für den Tag gestrichen, sodass alle Touristen auf die verbliebenen verteilt wurden. Unser Plan ging somit leider nicht auf.

Wir sind am Morgen von El Nido aus gestartet und haben verschiedene Buchten und Lagunen besucht. Die Grosse Lagune, wohl der bekannteste Ort von El Nido, war bereits stark besucht. Trotzdem haben wir uns dazu entschieden, sie mit Kanus zu erkunden. Der Wellengang war ziemlich stark, was die Fahrt mit dem kleinen Kanu nicht gerade einfach machte.

In der Lagune selbst war das Wasser dann aber ruhig und klar, sodass wir uns etwas entspannen konnten. Leider hatte niemand von uns ein Handy dabei, weshalb wir euch keine Bilder davon zeigen können.

Unsere Mittagspause verbrachten wir an einem Strand mit allen zusammen. Das Essensangebot war nicht besonders gross, aber es hat gut geschmeckt.

Die Bootsfahrt selbst war leider nicht besonders gemütlich. Der Wellengang wurde am Nachmittag noch stärker, es windete zwischenzeitlich stark, und es wurde recht frisch. Für jeden Landgang mussten wir durchs Wasser schwimmen, da das Boot wegen der Wellen nicht direkt anlegen konnte. Mit Schwimmwesten ausgerüstet kämpften wir uns also immer wieder durch das Wasser an den Strand und zurück – das war teilweise ziemlich abenteuerlich, aber wir haben es alle gut überstanden.

Wir haben das Beste aus dem Tag gemacht, waren aber am Ende froh, wieder an Land zu sein. Die Buchten und Strände sind wunderschön, und wir können den Ausflug definitiv empfehlen. Es war an diesem Tag verhältnismässig wenig los, aber trotzdem fanden wir, dass es schon ziemlich überfüllt war. Aber schliesslich gehören auch wir zu den Touristen, die diesen Ort sehen wollten, also können wir uns nicht wirklich beklagen.

Puerto Princesa

Nach drei Tagen in El Nido sind wir wieder zurück nach Puerto Princesa gefahren. Dort haben wir für zwei Nächte eine Unterkunft gemietet, bevor es weiter auf die nächste Insel geht.

Puerto Princesa ist der Ausgangspunkt für eines der sieben Naturweltwunder – einen unterirdischen Fluss. Wir hatten eine private Tour gebucht, die uns etwas tiefer in die Höhlen bringen sollte als die Standardtour. Doch beim sollte wird es leider bleiben.

Schon als wir in El Nido losfuhren, hatten wir eine Meldung erhalten, dass Teile von Puerto Princesa unter Wasser stehen. Eigentlich waren wir in der Trockenzeit unterwegs, doch darauf kann man sich mittlerweile ohnehin nicht mehr verlassen.

Trotzdem machten wir uns auf den Weg und kamen gut zu unserer Villa.

Von den Überschwemmungen bemerkten wir nichts. Allerdings hatten wir schon Zweifel, ob die Tour stattfinden konnte. Und tatsächlich: Am frühen Morgen erhielten wir die Nachricht, dass sie abgesagt wurde.

Somit wussten wir nicht so recht, was wir in Puerto Princesa unternehmen sollten, zumal das Wetter weiterhin schlecht war. Es regnete immer wieder und die Zufahrt zu unserer Villa verwandelte sich zwischendurch in einen kleinen Schlammfluss.

Schliesslich machten wir uns zu Fuss auf den Weg ins Stadtzentrum, wo wir eine lokale Brauerei besuchten und ein kleines Biertasting machten.

Wirklich gut schmeckte uns keines der Biere, sie hatten alle einen leicht säuerlichen Geschmack. Den Abend haben wir gemütlich zu Hause verbracht und Essen bestellt.

Leider konnten wir die Tour nicht nachholen, da wir bereits am nächsten Tag unseren Flug auf eine andere Insel gebucht hatten.

Wie es für uns weiterging, erzählen wir euch im nächsten Bericht!


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