Bohol

Unsere Reise auf den Philippinen haben wir in Bohol gestartet. Angekommen sind wir früh morgens mit dem Flugzeug in Cebu. Direkt vom Flughafen aus sind wir zum Hafen gefahren und haben dort die Fähre nach Bohol genommen. Noch etwas überrumpelt von all dem Getümmel und verschlafen, wurden wir natürlich direkt getäuscht und haben mehr für die Fährtickets bezahlt als eigentlich notwendig. Wir waren aber froh, dass wir alles schnell erledigt hatten und bereits kurze Zeit nach der Landung auf dem Weg nach Bohol waren. Es hat uns also nicht gross gestört – noch einmal sollte uns das aber nicht passieren.

Wir haben uns für eine Unterkunft in der Stadt entschieden und nicht für die Hotelzone am Strand. Wir haben aber ein super Schnäppli ergattert und waren mit unserer Wahl total zufrieden.

Nach unserer Ankunft auf Bohol haben wir nicht mehr viel unternommen. Die Reise durch die Nacht hatte uns ziemlich erschöpft, und wir wollten durchhalten, ohne zu schlafen – was natürlich nicht geklappt hat. Am Nachmittag haben wir dann doch 1-2 Stunden geschlafen, fühlten uns danach aber nicht viel fitter. Das Essen haben wir gemütlich ins Hotel bestellt.

Da es vor Ort kein Restaurant gibt, bieten sie diesen Service an, und wir hatten ohnehin keine Motivation mehr, draussen etwas zu suchen.

Für die zwei vollen Tage auf Bohol haben wir uns einen Roller gemietet und damit die Insel erkundet. Bohol ist nicht sehr gross und gut in wenigen Tagen zu bereisen. Entlang der Strasse konnten wir schöne Aussichten geniessen und sind durch kleine Dörfer gefahren.

Tarsier Sanctuary

In Bohol gibt es ein Schutzgebiet für die kleinen Koboldmakis, die zur Familie der Primaten gehören. Sie sind winzig klein und haben im Verhältnis zum Körper riesige Augen. In diesem Sanctuary lassen sich die Tiere leicht finden – überall dort, wo Leute stehen bleiben, sitzt meist ein Makis im Baum.

In freier Wildbahn hätten wir keine Chance gehabt, solch ein kleines Tier selbst zu entdecken. Sie sind sehr süss, tagsüber aber nicht wirklich aktiv und daher nicht besonders spannend. Dennoch fanden wir den Besuch dieses Schutzgebiets lohnenswert. Der Eintritt kostet nur wenige Franken und die Tiere bekommen genügend Abstand zu den Touristen – sie dürfen weder berührt noch gefüttert werden.

Chocolate Hills

Wenn man nach Bohol googelt, erscheint als erstes ein Bild der berühmten Chocolate Hills. Warum sie so heissen, konnten wir allerdings nicht erkennen. In der Trockenzeit sollen die Hügel aber braun sein, daher der Name. Auch in Grün waren sie aber wunderschön anzusehen. Leider wurden wir von einem starken Regenschauer überrascht und mussten ihn im Restaurant aussitzen.

Die Chocolate Hills können nicht direkt mit dem eigenen Fahrzeug erreicht werden. Es gibt einen grossen Parkplatz an der Strasse, von dem aus man in einen Van umsteigen muss. Dieser bringt die Besucher hoch zum Aussichtspunkt und später wieder zurück. Wie viel Zeit man oben verbringt, spielt keine Rolle. Die Fahrt hat uns insgesamt nur drei Franken gekostet und war somit noch in unserem Budget 😉

Wasserfälle

Am zweiten Tag wollten wir mit dem Roller einige Wasserfälle erkunden.

Auf dem Weg zum ersten Wasserfall wurden wir bereits auf der Strasse von einem Einheimischen abgefangen und unfreiwillig begleitet. Er lief mit uns bis zum Wasserfall, obwohl wir den Weg auch alleine gefunden hätten. Uns war bewusst, dass er am Ende Geld erwarten würde.

Der Wasserfall selbst war unserer Meinung nach nicht besonders spektakulär. Es gab aber verschiedene Stellen, von denen hauptsächlich Locals hinuntersprangen. Der höchste Sprung war etwa 12 Meter hoch, und er musste 1-2 Meter nach vorne springen, um das Wasser nicht zu verfehlen.

Zurück am Roller wollte unser Begleiter uns zu einem weiteren Wasserfall bringen. Wir teilten ihm aber mit, dass wir alleine weiterfahren. Trotzdem gaben wir ihm für den Stunt, welcher er extra für uns gemacht hat, eine kleine Summe an Pesos.

Beim zweiten Wasserfall versuchten ebenfalls einige Locals, uns zu begleiten, aber wir lehnten diesmal entschieden ab. Den Wasserfall fanden wir problemlos alleine. Der Weg dorthin war zwar länger, aber es hatte sich gelohnt: Wir hatten den gesamten Wasserfall für uns alleine, konnten in Ruhe schwimmen und unsere Fotos knipsen.

Danach hatten wir keine grosse Lust mehr auf weitere Wasserfälle, es war auch schon später Nachmittag. Stattdessen machten wir uns auf den Weg zum Strand, um den Sonnenuntergang zu sehen – leider davon nicht viel mitbekommen.

Nightmarket

Zum Abendessen besuchten wir einen kleinen Night Market. Wir waren die einzigen Touristen und von der Auswahl etwas überfordert. Alle Stände hatten ähnliche Gerichte, aber bei den meisten wussten wir nicht, was es überhaupt war. Schliesslich entschieden wir uns für zwei Speisen und wurden nicht enttäuscht. Das Essen wurde direkt auf der Ladefläche eines Pick-ups zubereitet.

Wir freuen uns jetzt schon darauf, in Asien noch viele weitere Night Markets zu besuchen.

Insgesamt haben wir nur drei Tage auf Bohol verbracht. Für uns war das genug Zeit und wir konnten uns in diesen Tagen bereits wieder etwas in Südostasien eingewöhnen.

Von hier aus ging es mit dem Flugzeug weiter nach Palawan. Auf dieser Insel hatten wir auch bereits einiges geplant und freuen uns darauf, euch bald mehr darüber zu erzählen!


Entdecke mehr von swizzontour

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Hinterlasse einen Kommentar