Wir durften den letzten Monat in den Philippinen herumreisen und sind begeistert von diesem Land. Da wir aber zwischenzeitlich nicht alleine gereist sind und die Zeit mit unseren Freunden geniessen wollten, haben wir den Blog etwas vernachlässigt.

Natürlich werden noch weitere Beiträge zu den einzelnen Inseln folgen. Wir werden hier aber einen groben Überblick über die Philippinen und unsere Erfahrungen geben, deswegen gibt es in diesem Beitrag auch wenig Fotos.
Die Philippinen haben heutzutage Filipino und Englisch als Amtssprachen. Aus diesem Grund hatten wir doch die Vorstellung, dass die Leute einigermassen gut Englisch können. Uns wurde aber schnell klar, dass dies nicht für die einfachen Einheimischen gilt. Die Kommunikation ist teilweise recht schwierig und oberflächlich. Irgendwie sind wir aber immer zu den wichtigen Informationen gekommen. Teilweise mit Händen und Füssen, teilweise mit Google Übersetzer.
Die Philippinen bestehen aus mehr als 7000 Inseln, wobei viele davon nicht bewohnt sind.
Über 300 Jahren standen die Philippinen unter spanischer Herrschaft. Einige Wörter der Sprache Filipino stammen noch vom Spanischen ab. Gewisse Wörter sind identisch, andere können mit Spanischkenntnissen abgeleitet werden.
Einreise
Wir sind von Australien aus mit dem Flugzeug zuerst nach Singapur und danach weiter nach Cebu geflogen. Der Flug von Perth war mehrheitlich leer, weshalb wir es uns gemütlich machen konnten.


Da wir erst am Abend in Perth abgeflogen sind, sind wir in den frühen Morgenstunden in Cebu gelandet und es war noch nicht so viel los am Flughafen. Die Einreise war einfach, das Visum ist für Schweizer 30 Tage lang gültig und gratis. Vom Flughafen sind wir dann direkt zum Hafen gefahren und auf eine andere Insel rüber getuckert, darüber erzählen wir euch später aber mehr.
Bereits bei der Taxifahrt konnten wir erste Eindrücke von den Philippinen gewinnen. Der Verkehr ist wild und die Leute freundlich, versuchen aber Touristen abzuzocken. Wir fühlten uns aber bereits zu beginn sehr wohl und waren glücklich darüber, in Südostasien angekommen zu sein.
Reisen in den Philippinen
Durch dass wir für die Reise verschiedene Inseln gewählt haben und diese ziemlich weit auseinander liegen, mussten wir einige Inlandflüge antreten. Diese werden relativ günstig angeboten und haben bei uns immer gut funktioniert. Für kleinere Distanzen gäbe es auch die Möglichkeit, eine Fähre, teilweise auch über Nacht, zu nehmen.
Auf den Inseln selber haben wir teilweise für das Erkunden einen Roller gemietet. Kürzere Strecken haben wir in einem Tricycle zurückgelegt oder ansonsten einen Van für die längeren Strecken gebucht. Es war immer alles einfach zu organisieren und hat mit ein bisschen Wartezeiten auch immer gut geklappt.


Wir haben uns beim Reisen immer sehr sicher gefühlt. Wir waren meistens auch abends im Dunkeln unterwegs und hatten nie ein mulmiges Gefühl. Natürlich waren wir auch nicht in abgelegenen oder unsicheren Orten unterwegs. Die Philippinen haben weiterhin einige Inseln, welche gemieden werden sollten. Die Touristeninseln können wir aber ohne Bedenken jedem empfehlen.
Tricycle
Das Hauptverkehrsmittel in den Philippinen ist unserer Meinung nach das Tricycle. Dies ist ein Roller, an welchem eine Art Seitenwagen angemacht ist. Meistens sind diese überdacht und bieten teilweise für mehr als vier Personen Platz.




Mit den Tricycles werden hier nicht nur Menschen transportiert, sondern jegliche Sachen, die euch in den Sinn kommen. Wir haben schon Tiere gesehen, ganze Haushalte, einen kleinen Laden, meterlange Bambusrohre etc.
Preise
Wir würden die Philippinen als mittelgünstiges Land in Asien einstufen. Die Preise sind für uns sehr günstig, im Vergleich zum Beispiel zu Indonesien oder Vietnam aber etwas teuerer
Die Währung ist der philippinische Peso und hat einen Umrechnungskurs von ca. 64 Pesos für einen Franken.
Aktivitäten sind unserer Erfahrung nach auch mehrheitlich preiswert und lohnen sich. Für kleine Sehenswürdigkeiten wie Wasserfälle, Aussichtspunkte oder ähnliches werden immer Eintrittsgebühren verlangt, selten aber mehr wie einen Franken.
Unsere Roller haben wir für zwischen 6-12 Franken pro 24 Stunden erhalten. Eine Fahrt im Trycicle war meistens so um die 50- 80 Rappen pro Person, der Langstreckentransport etwa 10 Franken und die Flüge inklusive Gepäck ca. 60 Franken.
Wir waren mehrheitlich in westlichen Restaurants fürs Essen, da haben die Preise stark variiert. Wir haben aber meistens so um 15 Franken pro Mahlzeit zusammen bezahlt, es wäre aber auch deutlich günstiger möglich gewesen.
Karaoke
Wir wussten bereits vor unserer Einreise, dass Filipinos gerne Karaoke singen. Welches Ausmass dies wirklich annimmt, wurde uns aber erst hier bewusst. In vielen Bars werden keine Livebands engagiert, das Konzert liefern die Gäste selber mit Karaoke. Karaoke wird aber nicht nur in Bars gesungen, viele Filipinos singen auch gerne für sich alleine zu Hause ein paar Songs. Geht man einer Strasse entlang, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass von irgendwoher Gesänge hörbar sind. Filipinos singen mehrheitlich Balladen und beherrschen diese auch mehrheitlich recht gut. Als Filipino ist es wahrscheinlich eine deutlich grössere Demütigung, wenn nicht gut gesungen werden kann wie bei uns. Für uns war aber so der Spass an Karaoke doch weniger vorhanden, da die Songwahl kaum Stimmung aufkommt.
Essen
Auch dieser Fakt war uns vor der Reise bereits bekannt – die philippinische Küche gehört nicht unbedingt zu den Besten in Asien. Bekannte Gerichte bestehen häufig aus Schweinefleisch, meistens frittiert. Reis gibt es immer als Beilage. Fisch wird natürlich gerade in den Küstenorten auch viel angeboten. Freunde von uns haben häufig den Fisch probiert, wirklich gut war er selten. Wir hätten schon erwartet, dass solch typische Gerichte hier gut gekocht werden können, vielleicht waren es aber auch die falschen Orte für guten Fisch. Wirklich würzig ist das Essen hier auch nicht, es fehlte häufig an Salz, weitere Gewürze wurden unserer Interpretation nach kaum benutzt.
Ein grosser Pluspunkt ist aber das inbegriffene Servicewasser. Wir haben so ziemlich überall direkt eine Flasche Wasser aufgetischt bekommen, als wir uns an einen Tisch gesetzt haben.
Das Essen, was wir zwei bestellt haben, war mit etwas Nachwürzen aber immer sehr gut. Wir haben meistens westliche Gerichte gewählt, hatten aber nie etwas Schlechtes gegessen und können uns somit nicht beklagen.



Uns haben die Philippinen sehr gut gefallen. Die Menschen waren immer herzlich und interessiert an uns, sie waren aber auch nie zu aufdringlich, wenn sie etwas verkaufen wollten.
Wir durften mit unseren Freunden eine tolle Zeit verbringen, haben wunderschöne Strände und Buchten besucht, die Unterwasserwelt einmal erkundet, mit dem Roller entlang von Reisfeldern fahren, surfen, neue Leute kennenlernen, ein bisschen Party machen und es uns einfach gut gehen lassen.
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Soviel Freude und Spass ☺️🌞 freut mich immer wieder aufs Neue von euch zu lesen❤️
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