Vier Wochen waren wir in unserem Camperbüsli Moana unterwegs. Dabei haben wir viele tolle Sachen erlebt, wunderschöne Landschaften gesehen und sind doch ziemlich in diesem Land herumgekommen. Was wir alles erlebt haben, haben wir ja bereits zusammengefasst. Gerne möchten wir aber auch noch ein bisschen mehr auf das „Roadtrippen“ in Neuseeland eingehen.



Camping in Neuseeland
Wie wir ja bereits einmal kurz erwähnt haben, war unser Büsli zertifiziert für das freie Campen. Leider ist es doch etwas kompliziert, wirklich zu wissen, ob jetzt an einem Ort frei übernachtet werden darf oder nicht. Es gibt von Ort zu Ort Unterschiede und kein generelles Gesetz für ganz Neuseeland. Durch verschiedene Apps ist es aber doch sehr einfach möglich, Plätze zu finden, die offiziell für freies Campen errichtet sind. Teilweise mit WC oder sogar Dusche, teilweise ein einfacher Parkplatz in der Ortschaft, der tagsüber frei bleiben sollte.






Wir haben bis auf wenige Nächte dieses Angebot immer genutzt. Aus diesem Grund haben wir aber auch ein etwas besseres Büsli gemietet, mit dem das erlaubt ist. Es macht doch deutlich mehr Spaß, irgendwo mit wenigen anderen Campern oder sogar alleine zu schlafen, als auf einem Campingplatz Reihe an Reihe zu stehen.
Nord- oder Südinsel?
Irgendwie sind die beiden Inseln komplett unterschiedlich, irgendwie aber auch gar nicht. Wir haben wahrscheinlich einfach auch das Programm für Nord- und Südinsel unterschiedlich geplant, weshalb wir total verschiedene Sachen gesehen haben. Beide Inseln haben uns aber sehr gut gefallen.
Die Südinsel überzeugt durch ihre wunderschöne Natur in den Südalpen, dem Fiordland und der Weite. Die Nordinsel ist kleiner und unserer Erfahrung nach doch etwas mehr besiedelt. Auf der Nordinsel haben wir uns etwas mehr den ganzen Drehorten für Herr der Ringe und Hobbit gewidmet, was die anderen Highlights der Nordinsel etwas in den Schatten gestellt hat.
Ein großer Unterschied war für uns, dass wir auf der Nordinsel definitiv mehr Schwierigkeiten hatten, einen guten kostenlosen Stellplatz für die Nacht zu finden. Es wurden meist nur sehr kleine Plätze angeboten, die für wenige Fahrzeuge ausgelegt waren, was häufig nicht annähernd gereicht hat. So mussten wir dort öfter nach einem Stellplatz suchen und weiterfahren, was uns auf der Südinsel nie passiert ist. Wir sind uns nicht sicher, ob das vielleicht auch mit der voranschreitenden Zeit zu tun hatte, da wir auf der Nordinsel doch bereits zu Beginn der Hochsaison waren und die Südinsel gerade noch so Ende Nebensaison besucht haben.





Auf beiden Inseln ist uns aufgefallen, dass an den meisten Orten Hunde nicht erlaubt sind. Bei vielen Spaziergängen oder Wanderungen durften die Tiere nicht dabei sein, teilweise sogar gar nicht erst im Auto dorthin gebracht werden. Ebenfalls gibt es teilweise vor einer Wanderung einen Schlauch und Bürsten am Boden, um die Schuhe zu putzen. Die Neuseeländer sind sehr stark dabei, ihre Natur vor fremden Keimen zu schützen. So gibt es auch bei der Einreise eine sehr strenge und strikte Zollabfertigung, bei der sehr genau darauf geachtet wird, dass nicht zu viel Schmutz an den Schuhen oder der Kleidung ist und keine Lebensmittel ins Land gebracht werden.
Das Fahren war auf beiden Inseln sehr ähnlich, die Distanzen waren aber auf der Südinsel doch etwas größer. Gefahren wird auf der linken Seite. Wir haben uns aber beide sehr schnell an den Linksverkehr gewöhnt und hatten kein Problem damit. Eher ein Problem waren die vielen toten Tiere auf der Straße. Gefühlt alle 100 Meter lag ein toter Hase auf der Straße, manche bereits von Fliegen befallen, andere noch gut erkennbar, dass es frisch passiert ist – es war kein schöner Anblick. Wir hatten zum Glück nie einen Zusammenstoß mit einem Tier, was gerne auch bei unserem nächsten Roadtrip so bleiben darf.
Alltag im Büsli
Unser Alltag im Büsli war doch sehr gut mit dem Alltag zu Hause (ohne die Arbeit natürlich) zu vergleichen, nur alles auf wenigen Quadratmetern. Wir haben normal unsere Einkäufe erledigt, mussten jeden Tag unsere Mahlzeiten selbst zubereiten und danach leider auch alles abwaschen. Es wird natürlich bei so wenig Platz sehr schnell schmutzig und chaotisch. Zusätzlich müssen immer alle Sachen gut verstaut sein für das Fahren, weshalb Aufräumen und den Boden wischen zum täglichen Brot gehörten. Wir haben uns aber bereits zu Beginn sehr gut arrangiert, jeder hatte seine Aufgaben, und wir kamen uns so auch nur wenig in die Quere.

Unsere Kleidung ist auf der Reise definitiv reduziert vorhanden, weshalb auch das Wäschewaschen zum Alltag dazugehört. In Neuseeland war das aber zum Glück kein Problem. Wir konnten diese in den lokalen Waschsalons mit etwas Kleingeld selbst waschen und trocknen. Wir waren erstaunt, wie viele Einheimische auch Gebrauch von den sogenannten Laundromaten machten.


Wir haben die Zeit auf den Straßen von Neuseeland sehr genossen.





Auch wenn das ständige Fahren, das enge Zusammenleben und das tägliche Organisieren anstrengend waren, so möchten wir diese Erfahrung nicht missen und freuen uns darauf, bald wieder eine Zeit lang in einem Büsli zu leben. Zuerst lassen wir es uns nun aber gut gehen und genießen den Urlaub während des Reisens am Strand von Fidschi.
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